
Recht knapp ging es vor allem in der Mixed-Wertung des 17. Schiller-Staffel-Laufs, daneben gab es noch die Frauen– und die Männerwertung, zu. Denn da führte Nils Reuschel als Schlussläufer der siebenköpfigen Laufgruppe die Frauen und Männer aus Bayreuth als Erster über die Ziellinie. Der Vorsprung betrug gerade mal eine halbe Minute. Und das bei über 70 gelaufenen Kilometern. Außerdem bemerkenswert: Die Staffel MaliCrew e.V. Bayreuth und Bayreuther Gemeinschaft, wie sie exakt hieß, war erstmalig beim Traditionslauf in der Partnerstadt zugegen und spielte gleich eine herausragende Rolle. Begleitet von Stadtrat Frank Hofmann (FG) wirkte sie trotz des frühen Aufstehens putzmunter und verwies Speedy’ Sport Schart Mix und den SV Blau-Weiß Bürgel Mix auf die weiteren Podiumsplätze.
Die Oberfranken hoffen natürlich, dass auch einige Rudolstädter am 14. Juni zum „Stadtlauf im Grünen“ nach Bayreuth kommen.
Bei den Frauen, die sechs Staffeln an den Start brachten, hatten die Sieger, die Speedy’s Sport Schart Ladies, acht Minuten Vorsprung vor den X-Runners Ladies und mehr als eine Stunde vor den Glitzerflitzern vom Laufclub Rudolstadt.
Dass die X-Runners aus Jena, die gleich mit drei Mannschaften antraten, mit ihren Männern zu den Favoriten zählten, war wohl allen anderen Staffeln klar. Am Ende bewahrheitete sich die Prognose. Mit fast 25 Minuten Vorsprung schafften es Florian Lecht und Co. ein deutliches Polster ins Ziel zu bringen.
Hinter dem klaren Gewinner ging es durchaus „eng“ zu, wobei sowohl die Thüringer Bergziegen (Uhlstädt-Kirchhasel) als auch der Rennsteiglaufverein & Friends immer mal wieder „die Nase vorn hatten“. Die Mannschaft aus dem Thüringer Wald wurde am Ende Zweiter. Rang drei ging an die Bergziegen.
Zum nunmehr vierten Mal bildete das Freibad am Rudolstädter Heinepark den Ausgangspunkt für die sieben Etappen. Zunächst wurde die Heidecksburg und der Hain anvisiert (9,3km/mittelschwer). Dann ging es zum Marienturm (11,2km/mittelschwer). Nächstes Ziel war der Bismarckturm (11,1km/mittelschwer). Danach wurde der Kame-Blick (11,2km) angelaufen. Die fünfte Etappe verlief auf die Preilipper Kuppe und zurück ins Freibad (12,1km/anspruchsvoll). Als leicht bezeichneten die Organisatoren die 5,8km-Strecke zur Schillershöhe. Noch einmal alle Kräfte forderte die Schlussetappe mit der Liske als weitesten Punkt (13,1km/anspruchsvoll).
Mit insgesamt 44 Staffeln, davon 22 Männer -, sechs Frauen – und 16 Mixed-Staffeln, durften sich die Stadt Rudolstadt und der Laufclub Rudolstadt e.V. als Veranstalter über einen neuen Teilnehmerrekord bei der vierten Auflage nach neuem Sternlauf-Konzept freuen, wobei zahlreiche Läufergruppen schon sehr oft in Rudolstadt am Start waren. Den weitesten Anreiseweg hatten in diesem Jahr die Schönheider Skispitzen aus dem Erzgebirge.
Natürlich fehlte es nicht an prominenten Läufern. So waren der ehemalige Weltklassebiathlet Christoph Stephan sowie die Spitzenläufer Charles Franzke und Florian Lecht fast ein wenig inkognito unter ihnen.
Damit die Zeit zwischen den Start – und Zielankünften rasch verging, konnte man beim Familiensportfest, das das Team um Annett Wenzel, Sachgebietsleiterin Jugend, auf einer großen Fläche des Freibades organisierte, freundbetont aktiv sein Können unter Beweis stellen und hinterher, wenn man Glück hatte, noch Preise mit nach Hause nehmen.
Uwe Schmidt, der Vorsitzende des Laufclub Rudolstadt e.V. (LCR), freute sich über die wiederum sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Hier bestand Anett Weidmann, die neue Sachgebietsleiterin Sport im Rathaus, ihre Feuertaufe glänzend und hatte auch ihre zahlreichen Mitarbeiter „im Griff“.
Aber natürlich kann man nur den Hut ziehen und sich tief verbeugen, wenn man das Engagement des LCR in den Vordergrund stellt. Nach dem Heinepark- und dem Fröbellauf war das innerhalb kurzer Zeit bereits die dritte Veranstaltung, die der Verein mit vielen Helfern, am 2. Mai waren es nahezu 30, „stemmen“ musste. Wie er das tat, nötigt absolute Hochachtung ab. Mit Uwe Schmidt, Roberto Mehner (2. Vorsitzender), Mario Engelmann (Laufwart) und Jürgen Klöpfel seien die führenden „Köpfe“ besonders herausgehoben. Sie griffen trotz vielfältiger Belastung, Mehner und Engelmann liefen sogar selbst mit, ab und an zum Mikrofon.
Schirmherr Jörg Reichl (FWG), der Bürgermeister von Rudolstadt, der an diesem Samstag keine weiteren dienstlichen Termine hatte, schickte die Startläufer der 44 Staffeln pünktlich um 8 Uhr auf den Weg zur Heidecksburg und führte dann noch gemeinsam mit Marko Wolfram, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt, Annett Weidmann und Uwe Schmidt die Siegerehrung durch.
Wie immer war der Laufservice Jena in Person von Geschäftsführer Timo Jahn zugegen, um alle Ergebnisse per Transponder zu liefern. Schon während des Rennes konnte man per QR-Code seine Laufzeit finden.
Zu den Unterstützern des Laufs gehörten neben zahlreichen Sponsoren auch die Elftklässler des Gymnasiums Fridericianum, die selbstgebackenen Kuchen verkauften und die Einnahmen für ihre Abi-Abschlussfeier 2027 nutzen wollen.
Auch der Termin für die 18. Auflage des Schiller-Staffel-Laufs steht bereits fest. Es wird der 8. Mai 2027 sein.
Alle Ergebnisse und Urkunden vom 17. Schiller-Staffel-Lauf gibt es HIER.
Text: Hartmut Gerlach
Fotos: Laufclub Rudolstadt e.V.



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Steffen Schötz (Mittwoch, 06 Mai 2026 08:17)
Vielen Dank für einen tollen Staffellauf - bestens organisiert und natürlich bei optimalen äußeren Bedingungen! Besonders bemerkenswert finde ich, ohne die herausragende Leistung des LCR zu mindern, die Unterstützung durch die Stadt. Das kenne ich so nicht und wünsche euch, dass dies so bleibt. Die Veranstaltungen sind ja immer auch ein Aushängeschild der Stadt und macht sie weit über Regionalgrenzen hinaus bekannt(er). Wir kommen auf jeden Fall wieder und laden auch gern zu unserem Bismarckturmlauf am 03. Oktober in Neustadt (Orla) ein :-)